Nachhaltigkeit

Demokratie, gesellschaftlicher Wandel und Partizipation

Die FRIEDA 23 ist ein partizipatives Haus. Hinter dem Projekt steht eine gemeinnützige Aktiengesellschaft, die KARO gAG. Entscheidungen, die das Haus betreffen, werden in demokratischen Abstimmungsprozessen von der Hauptversammlung der Aktionäre getroffen. Die Kulturaktien können von jedem und jeder Interessierten erworben werden.

Die Mieter der FRIEDA 23 sind Aktive und Experten auf unterschiedlichen Gebieten aus Kunst, Medien, Kultur und Bildung. Sie kooperieren in interdisziplinärer Zusammenarbeit miteinander und mit Partnern, die außerhalb des Hauses angesiedelt sind. Aus dieser Zusammenarbeit gehen Innovationen für die Kulturszene und auch für allgemeine gesellschaftliche Prozesse hervor.

Damit ist das Haus ein echter Freiraum für hochwertige Bildungsangebote, gesellschaftlichen Wandel und soziale Innovationen. Alle Akteure sind den demokratischen Prinzipien von sozialer Gerechtigkeit und Chancengleichheit verpflichtet und setzen sich für Beteiligung und Partizipation ein, aktuell insbesondere auch durch Partnerschaften mit Initiativen in Quartieren und Städten/Dörfern mit Standortnachteilen wenn es um Kultur- und Bildungsangebote geht.

Photovoltaikanlage mit Blick zum StadthafenNachhaltigkeit in Bezug auf Klima und Umwelt

Eine Möglichkeit zur nachhaltigen Nutzung von großen Dachflächen ist die Gewinnung von Solarstrom. So speist auch das FRIEDA 23-Dach regenerative Energien für den Eigenverbrauch und in das Rostocker Stromnetz ein. Ein Beitrag zur Photovoltaikanlage im Onlinemagazin phovo.de ist hier (Link) zu lesen. Geheizt wird in der FRIEDA 23 mit Fernwärme.

Auf ihrer Hausgruppen-Sitzung im Juli 2018 haben sich die FRIEDA 23-Akteure zudem verpflichtet, verstärkt auf Nachhaltigkeit bei öffentlichen und internen Veranstaltungen zu achten. Dazu gehört in einem ersten Schritt die Vermeidung von Einweggeschirr, wenn es aus dem Haus zur Verfügung gestellt wird – auch bei durch Externe durchgeführten Veranstaltungen im und am Haus.

Darüber hinaus werden alle im Haus in Zukunft auch bei der Beauftragung von Caterern auf Mehrweg-Geschirr, zumindest aber auf 100% abbaubares Geschirr und Besteck, bestehen. Damit leisten sie einen aktiven Beitrag zur Vermeidung von Müll und möchten auch andere Initiativen und Unternehmen in Rostock und Mecklenburg-Vorpommern ermutigen, ihre Veranstaltungen so zu planen.

Ressourcen teilen

Im Umfeld der FRIEDA 23 ist ein großes Netzwerk entstanden, das kontinuierlich wächst und so den Austausch von Know-how und Ressourcen unter unterschiedlichen Initiativen und Vereinen vereinfacht und beschleunigt. Damit werden kostengünstige, natürliche Ressourcen schonende und effiziente Arbeitsprozesse auch im freien Kultur- und Bildungsbereich gefördert.

Die Bewohner der FRIEDA 23 teilen nicht nur Gemeinschaftsräume, Telefon-, Netzwerk-, Wasser- und Heizsysteme, wie es Hausgemeinschaften üblicherweise tun. Um Wege bei der Lieferung einzusparen, setzen sie auch verstärkt auf gemeinschaftliche Materialbestellungen und Lieferverträge. In Zeiten, in denen die Räume der FRIEDA 23 für eigene Nutzungen nicht gebraucht werden, werden sie an andere Vereine und Initiativen aus Rostock, Mecklenburg-Vorpommern und aus ganz Deutschland vermietet. Das gilt auch für weitere Ressourcen wie Moderationskoffer, Pinnwände, Flipcharts, Beamer…

Auch für Mobilität ist im Sinne geteilter Ressourcen gesorgt:  Ein kostenloses Lastenrad und ein Kleinwagen im CarSharing-System (YourCar Rostock) können an der bzw. über die FRIEDA 23 ausgeliehen werden.